08.10.2020

Hölderlin20/21 – So geht's weiter (3) | Rhein-Main-Gebiet

Seit Ende August 2020 setzt der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gemeinsam mit seinen Partnerinstitutionen das spartenübergreifende Festprogramm Hölderlin 20/21 fort. Der allergrößte Teil der insgesamt 60 Veranstaltungen findet entweder planmäßig statt oder konnte um einige Monate verschoben werden.

Sputen sollte sich, wer diese Ausstellungen noch sehen möchte: Die Wanderausstellung ›Hölderlins Orte‹ mit Arbeiten der langjährigen FAZ-Fotografin Barbara Klemm (bis zum 23.10. im Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg); die Installation mit Buch-Skulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries: »Wenn über dem Weinberg es flammt« (bis 31.10. auf dem Gelände der Reimers Stiftung in Bad Homburg) sowie die Ausstellung ›Wirklich? – Realität und Entrückung‹ (bis 26.11. im Landratsamt Hofheim), in der Exponate von 25 Künstler*innen mit Fragmenten hölderlinscher Lyrik in Bezug gesetzt werden. Zudem ist um die Hölderlin-Preisverleihung am 01.11.2020 herum die Schriftinstallation ›O.T./Ariadnefaden‹ in der Schlosskirche Bad Homburg noch einmal zu sehen.

Im Herbst lesen Thomas Knubben (14.10.) und Rüdiger Safranski (06.11.) in Bad Homburg aus ihren Büchern, der Komponist Boris Bergmann stellt mit der Schauspielerin Silvina Buchbauer sein Album ›Hölder‹ in Hofheim vor (21.10.), Christian Metz und Sandra Kegel sprechen über Homburgs berühmteste literarische Landschaft (13.11.), ein Symposium in Bad Homburg beleuchtet seine ›Revolution der poetischen Sprache‹ (01./02.12.) und der Poetry Slam mit Jazz in Darmstadt steht unter Hölderlins Motto »Bald sind wir aber Gesang« (17.11).

Am 01.11. wird der Homburger Hölderlinpreis an Navid Kermani vergeben, am Abend vorher gibt es eine Begegnungsveranstaltung mit ihm.

Mit einer neuen Smartphone-App wird der 22 Kilometer lange Hölderlinpfad zwischen Frankfurt und Bad Homburg zum Audiowalk, den der Regisseur Akira Takayama im Auftrag des Künstlerhauses Mousonturm entwickelte. An verschiedenen Stationen auf dem Weg schalten sich Audiobeiträge frei, für die zwölf Autor*innen neue Texte, Erzählungen und Gedichte verfasst haben. Die App kann jederzeit heruntergeladen und der Hölderlin-Pfad damit individuell besucht werden. Auch weiterhin gibt es geführte Wanderungen (z. B. am 11.10., 14 Uhr), Anmeldung unter heterotopia@mousonturm.de.

Auf das Jahr 2021 verschoben werden mussten die Licht- und Soundinstallation von Philipp Geist, die Ausstellung »Wie Wolken um die Zeiten legt« mit Werken von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries (15.01.– 14.02.) und die szenische Lesung ›Ich, Hölderlin‹ eine Produktion der Grimm-Festspiele in Hanau und Oestrich-Winkel, die im Sommer 2021 nachgeholt wird. Für den 11.06. ist ein Dialogisches Abendseminar »Nicht ist es gut …, doch gut ist …« zu Satz und Gegensatz in Hölderlins Dichtung in Wiesbaden geplant.

Zu den Programmen anderer Städte: (1) Hölderlinstadt Nürtingen | (2) Literaturstadt Heidelberg | (4) Universitätsstadt Tübingen | (5) Hölderlinstadt Lauffen a. N. | (6) Stuttgart

Hölderlinpfad Heterotopia © Foto: Jörg Baumann / Model: Jelena Fischer

Hölderlinpfad Heterotopia © Foto: Jörg Baumann / Model: Jelena Fischer