22.10.2020

»Pallaksch, Pallaksch!« – Die Hölderlin-Installation von Ottmar Hörl in Tübingen

Dem Künstler Ottmar Hörl gelang am letzten Wochenende (17.10.) in Tübingen ein Überraschungscoup: Quasi über Nacht wurde die Treppe am Holzmarkt vor der Stiftskirche ebenso wie die Zwingelmauer vor der Tübinger Neckarfront von rund 250 sitzenden, je 66cm hohen Hölderlin-Figuren bevölkert.

Ottmar Hörl, emeritierter Professor und früherer Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, ist bekannt für seine seriellen Skulpturen-Installationen. Er hat die herausragenden Leistungen zahlreicher Persönlichkeiten durch zeitgemäße, identifikationsfördernde Installationen nachhaltig vergegenwärtigt und unübersehbar in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt – von Goethe in Frankfurt am Main, Marx in Trier, Brecht in Augsburg bis Fontane in Neuruppin. »Über das serielle Reihungssystem entwickelt sich der Gedanke, dass jeder an dieser künstlerischen Idee auch teilnehmen kann. Das entspricht der Grundidee des demokratischen Gleichheitsprinzips, die auch Bildungsinstitutionen wie Museen zugrunde liegt«, so Hörl. »Der Titel der Installation, Hölderlins subversives Kunstwort ›Pallaksch, Pallaksch!‹ steht dabei für dessen Prinzip des Offenen. Denn es konnte ›ja‹ genauso wie ›nein‹ bedeuten.«

Anstelle der Studierenden, die man normalerweise auf der Zwingelmauer und der Treppe am Holzmarkt antreffen würde, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, sitzen dort also 250 goldene, rote und blaue ›Hölderline‹. Die Installation von Ottmar Hörl ist noch bis zum 25.10. zu sehen. Ermöglicht wurde sie durch eine Kooperation der Galerie 28 und der Universitätsstadt Tübingen mit dem Künstler.

Weitere Informationen
Gespräch mit dem Künstler

© Universitätsstadt Tübingen

© Universitätsstadt Tübingen

Der Künstler Ottmar Hörl © Universitätsstadt Tübingen

Der Künstler Ottmar Hörl © Universitätsstadt Tübingen

© Universitätsstadt Tübingen

© Universitätsstadt Tübingen