Vortrag & Tagung

Hölderlins Homburger Arbeiten oder Die Revolution der poetischen Sprache

Nachholtermin vom 25.–26. Juni 2020

12.06.2021, 09:00 Uhr
Bad Homburg
Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4

Hölderlins zwei Aufenthalte in Homburg, der erste vom Herbst 1798 bis Ende Mai 1800, der zweite vom Mai 1804 bis zum Herbst 1806, stellen für sein lyrisches Spätwerk gleichsam Exposition und Schlusspunkt dar. Fallen in die ersten Wochen der dortigen Aufenthalte der Abschluss des ›Hyperion‹, so steht die sich immer weiter radikalisierende Arbeit am Empedokles im Mittelpunkt. Das schließlich absehbare Abbrechen der Arbeit am Trauerspiel und der Neuansatz seines lyrischen Sprechens fallen zusammen und werden im Homburger Kontext theoretisch reflektiert und formuliert. Hölderlin begreift sich in diesen Jahren als Autor und als politisch selbstbewusstes Individuum, als ein Revolutionär der Sprache. Das Symposium geht diesem im doppelten Sinne revolutionären Aspekt seiner Homburger Arbeiten nach.

Fr., 11. Juni 2021
Anreise
20 Uhr Gemeinsames Abendessen der Referentinnen und Referenten

Sa., 12. Juni 2021
9 – 12:30 Uhr Panel I: Hölderlin und die Revolution der poetischen Sprache
Achim Geisenhanslüke: Einführung
Uta Degner: Drama der Anerkennung. Hölderlins Tod des Empedokles
Alexander Honold: Poetische Aggregatzustände. Der gefesselte Strom/Ganymed
Nina Janz: Die Vaterländischen Gesänge – ein neuer Chor der Moderne?

12:30 – 14 Uhr Mittagspause

14 – 16:30 Uhr Panel II: Die reißende Zeit. Hölderlin und die politische Revolution
Thomas Schröder: Einführung
Jürgen Link: Hyperion und Diotima. Die Neugriechen
Michael Luhnen: Gefahren der Sprache. Perspektiven poetischer Performanz in Hölderlins Ästhetik
Yahya A. Elsaghe: Die Revolution der poetischen Sprache und die Sprache der revolutionären Poetik im Winkel von Hahrdt

16:30 Uhr Fahrt zur Villa Wertheimer, Besichtigung der Hölderlin-Preziosen der Stadt

18 Uhr Öffentlicher Abendvortrag in der Villa Wertheimer:
Jean Pierre Lefebvre: Hölderlins »fatale Reise«. Vor- und Nachgeschichte einer umnachteten Atemwende

20 Uhr Gemeinsames Abendessen der Referentinnen und Referenten

Anmeldung und weitere Informationen