Ausstellung & Installation

Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie

bis 30.11. geschlossen | kostenlose virtuelle Zoom-Führungen

19.03.2020 – 01.08.2021
Marbach a.N.
Literaturmuseum der Moderne, Schillerhöhe 8-10

Hölderlins Streichung im Gedicht ›Der Lorbeer‹, 1788 (DLA Marbach)

Hölderlins Streichung im Gedicht ›Der Lorbeer‹, 1788 (DLA Marbach)

Was ist Poesie? Was machen wir mit Gedich­ten? Wie verwandeln sie uns und unsere Wahrnehmung, vielleicht sogar ein wenig unser Leben? Welche Verse lösen Gänsehaut aus, welche rühren uns zu Tränen, welche lassen uns kalt? Die Ausstellung stellt das Lesen von Hölderlins Gedichten in den Mittelpunkt. Sie zeigt seine Gedichte aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: von ihrer Entstehung über ihre Machart bis hin zu ihrer Wirkung.

›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ entdeckt die Hölderlin-Spuren in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie ziehen sich von Wilhelm Waiblinger und Eduard Mörike über Norbert Hellingrath, Rainer Maria Rilke und Hermann Hesse, Gertrud Kolmar, Nelly Sachs, Hannah Arendt und Ingeborg Bachmann bis in die Gegenwart. Auf dem Hölderlin-Leser Paul Celan, dessen umfangreicher Nachlass sich im Deutschen Literaturarchiv befindet, liegt dabei ein besonderer Schwerpunkt: Er wäre im Jahr 2020 einhundert Jahre alt geworden und zugleich jährt sich sein Todestag zum 50. Mal.

Mit Hilfe experimenteller Ansätze können Besucher erforschen, wie sie selbst Hölderlin- Texte lesen und wie deren poetische Machart wirkt, was Hölderlins Rezeptionsspuren so besonders macht und wie Wissen, aber auch bestimmte Räume und Situationen unsere literarische Erfahrung verändern.

Forschungspartner: Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen, Institut für Psychologie der Universität Tübingen, Centrum für reflektierte Textanalyse (CRETA) und SRC Text Studies Universität Stuttgart, Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg, Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik Frankfurt a.M.

Zur Ausstellung ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ erscheint das Marbacher Magazin 169/170 von Heike Gfrereis, ca. 200 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 18 € (Shop).

Online finden sich eine Youtube-Playlist zur Ausstellung und weitere virtuelle Ausstellungen zu Hölderlin