Lesung & Gespräch

Hölderlins Geister. Mit Karl-Heinz Ott

10.03.2020, 19:30 Uhr
Hamburg
Literaturhaus, Schwanenwik 38

© Isolde Ohlbaum

© Isolde Ohlbaum

Am Eingang des Tübinger Hölderlinturms stand jahrelang der Satz aufgesprüht: »Der Hölderlin isch et veruckt gwä!« Ein Verrückter? Ein Revolutionär? Schwäbischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie? Hölderlin, der Mann im Turm, ist umkämpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolutionär gefeiert: In seinem so witzigen wie gelehrten Essay zeigt Karl-Heinz Ott Hölderlin als großen Spiegel Deutschlands. Tübingen ist der Rahmen; dort hat der Dichter den größten Teil seines Lebens zugebracht, dort geistert er bis heute faszinierend umher. »Otts Buch ist brillant, unterhaltsam, frech.« (Manfred Papst, ›NZZ am Sonntag‹)